„Das Denken, das Lösungen kreiert, unterscheidet sich vom Denken, das Probleme beschreibt“ (Steve de Shazer, 1997)

Seit der Einführung des lösungsorientierten Ansatzes (im weiteren Text LoA genannt) sind einige Monate vergangen. Es zeigte sich, dass wir in unserer Arbeitsweise schon viele Elemente umsetzen, so z.B. in der Gesprächsführung, beim gemeinsamen Erstellen einer Förderplanung oder in unserer Ressourcenorientierung.  Der LoA erfindet den Menschen, respektive die Pädagogik ja nicht komplett neu. Was also macht den lösungsorientierten Ansatz für uns interessant? Zunächst bringt er Haltungen und Methoden ein, die uns in vielerlei Hinsicht unterstützen. Das beginnt schon auf persönlicher Ebene beim lösungsorientierten Umgang mit sich selbst (z.B. beim Entwickeln eines positiven Menschenbildes). Auf professioneller Ebene trägt er mit seinen Haltungen und Grundannahmen zu einer größeren Handlungssicherheit bei und korrespondiert mit den in unserem sozialpädagogischen Konzept beschriebenen Wertehaltungen und Prämissen (z.B.: unserem Menschenbild, Wertschätzung, Inklusion, Partizipation, Autonomie). Die vermittelten Methoden sind für deren Umsetzung hilfreich, in alltäglichen Situationen ebenso wie in einem Beratungssetting.

 

Gedanken aus dem Team zur Adaption auf unser Handlungsfeld und mögliche Antworten darauf:

 

Unsere Erfahrungen analog zu den 7 Grundannahmen des LoA (vergl. Baeschlin, Marianne und Kaspar, 2001)

 

Schlusswort

„Das Modell ist einfach, aber nicht leicht“ (Insoo Kim Berg, Mitbegründerin LoA)

Wir sind uns bewusst, dass wir uns mit dem lösungsorientierten Ansatz auf einen längeren Prozess einlassen. Auch wenn alle Mitarbeitenden geschult sind, kann er nicht einfach eingeführt werden. Die Haltungen dazu müssen sich bilden und die Methoden in die Arbeit einfliessen und sich bewähren können. Der Grundstein dafür ist gelegt und wir sind nun aufgefordert, auszuprobieren und unsere Erfahrungen auszuwerten.

Der lösungsorientierte Ansatz beschränkt sich nicht nur auf die Arbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Er ist ebenso hilfreich und vorteilhaft in der Teamarbeit, für die Zusammenarbeit in der Organisation, mit Dritten – und, nicht zuletzt, im Umgang mit sich selbst.

 

Neuhausen, den 21.05.2019

 

Jost Bierdämpfel