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Liebe Schönhalde

Sonne, Meer, Palmen und gutes Essen. Was will man mehr? Ich bin in meinem Element und darf mein geliebtes Italienisch sprechen. Es ist für mich wie nachhause kommen. Endlich wieder Italien nach zwanzig Jahren. Ich finde wir sind eine tolle Gruppe. Das Betreuungsteam bot uns ein tolles Programm und gleichzeitig liessen sie uns viel Freiheit zu tun auf was wir Lust hatten. Ich finde die Ferien sind rundum gelungen!

Sonnige Grüsse aus dem wunderschönen Kalabrien.“

Begonnen haben unsere Ferientage einige Tage früher am Sonntag, 1. September 2024, in der Schönhalde in Neuhausen.
Brötchen für unterwegs werden gestrichen. Die Vorfreude steigt, vermischt sich mit Nervosität…  ist alles gepackt, braucht es noch etwas? Der Magen ist flau, der Fuss schmerzt – sind alle fit genug für die Reise?

Pünktlich kommt der Reise Car und bringt uns Urlauber zum Flughafen. Bis wir im Flugzeug sitzen und starten können braucht es allerdings etwas Geduld. Das Gepäck will aufgegeben werden und die Zollkontrolle fordert ihren Tribut, Deo und Schere müssen dableiben. Ein Gewitter verzögert den bereits verspäteten Abflug zusätzlich.

Nach einem turbulenten Flug – endlich Kalabrien. Allerdings ist nur ein Transportfahrzeug für die Hälfte der Reisegruppe vor Ort. Weiterhin ist Geduld gefragt, auch wenn sich die Müdigkeit mehr und mehr bemerkbar macht. Spätabends, glücklich und müde im Hotel angekommen werden die Zimmer bezogen und die kurzfristig organisierten Lunchpakete gefasst. Die freundliche Hotelcrew hilft tatkräftig mit.

Nach ein paar Stunden Schlaf und einem Frühstück breitet sich Ferienstimmung aus. Ein gemütlicher Ferientag ist angesagt. Gemeinsam erkunden wir die Hotelanlage. Diese liegt auf verschiedenen Ebenen mit herrlichem Blick aufs Meer, eingebettet in eine grüne Parkanlage.

Ein Shuttlebus verbindet die Ebenen mit dem Meer.
Wie erfrischend ist ein Bad im Pool. Einige wagen sich ins Meer. Das Wasser hat eine angenehme Temperatur und lädt zum Baden ein. Das Geräusch der Wellen entspannt und bald ist die abenteuerliche Reise vom Vortag in weiter Ferne, wie auch der Alltag zuhause vergessen.

Am Dienstag reisen wir nach Tropea. Erkunden in Gruppen das mittelalterliche Städtchen. Bewundern die Kirchen und die Aussicht aufs Meer, ruhen uns zwischendurch bei einem Kaffeehalt aus und geniessen die italienische Atmosphäre.

Gemütlich geht es bei heissem Sommerwetter weiter. Kaufen Souvenirs und Karten für die Daheimgebliebenen. Selbstverständlich darf auch ein Besuch in einer Gelateria nicht fehlen. Darauf haben sich alle schon die ganze Zeit gefreut! Am Abend startet der erste von mehreren fidelen Spielabenden. Geschlafen haben beinahe alle gut, zum Teil war das Einschlafen schwierig.

Der Kaffee ist herrlich cremig, die Croissants knusprig warm. Auch sonst lockt das Morgenbuffet mit Köstlichkeiten, die gerne genossen werden. Anschliessend Besprechung unter den schattenspendenden Eukalyptusbäumen über mögliche Aktivitäten. Museumsbesuch, Spaziergang durchs Dorf, Meer oder gemütlicher Pool… Es ist für alle etwas dabei, ganz nach Lust und Laune. So richtig Ferien.
Gelati vor 12:00 Uhr – Nocciola, Fior di Latte, Caffè etc. verbunden mit gemütlichem Beisammensein mit Blick aufs Meer. Der `Americano` zaubert ein Lächeln aufs Gesicht. Endlich einen grossen Kaffee geniessen… Ein kleines Abenteuer, bis die Bestellung endlich geklappt hat. Anschliessend schlendern am Meer. Die Füsse sinken im Sand ein und werden vom Meer umspült. Diesen Spaziergang geniessen alle, auch die, die sich nicht ins Meer trauen.
Durch den Tag immer wieder Begegnungen mit den Ferienreisenden. Fröhliches Winken, kurzer Befindlichkeitsaustausch oder auch gedankenvolle Gespräche. Den einen hilft der Balkon mit Meerblick das innere Gleichgewicht zu finden und zur Ruhe zu kommen, wie auch das Angebot zur Meditation am Meer. Andere bevorzugen den Pool mit dem lebhaften Betrieb, um in Kontakt mit anderen Feriengästen zu kommen.
Das Meer ist heute wellig, tiefblau bis türkis. Am Abend soll es Gewitter geben. Noch ist der Himmel wolkenlos. Nach einem gemeinsamen innehalten und analysieren der Ferientage, beschliessen wir den Tag mit `Phase Zehn`. Was arglos beginnt, verlangt im Laufe der Woche nach Revanche…

Den Donnerstag beschreibt eine Urlauberin folgendermassen:

«Die Sonne scheint, das Meer ist ruhig. Auf in den neuen Tag. 8:00 Uhr die Frühaufsteher treffen sich im Speisesaal zu einem üppigen Frühstück. Es gibt alles, was das Herz begehrt. Natürlich auch die begehrte Melone. Es herrscht eine lustige Stimmung, zu der sich auch die Langschläfer einfinden. Anschliessend Lagebesprechung. Wir machen uns bei luftfeuchter Hitze auf ins `Paradies` zum Glaceverzehr. Mmh, sehr lecker! Schweissgebadet gehen wir wieder ins Hotel zurück, wo jeder das unternimmt, was er gerne möchte. Zum Mittagessen geht jeder, wann es für ihn passt. Am späten Nachmittag gibt es ein kurzes Gewitter mit starkem Regenfall. Der erste Blitz und Donner geht mir durch `Mark und Bein`. Aber ich durfte erfahren, dass ich in meiner Angst, von unseren Betreuenden nicht allein gelassen wurde! Danke.»

 Um 20:00 Uhr treffen wir uns alle wieder im Speisesaal zum Abendessen. Die Nachfolgende Lagebesprechung beginnen wir mit dem Witz des Tages. Ferner besprechen wir, was am Freitag auf dem Plan steht – ein gemütlicher Ferientag für alle, sowie wer am Samstag mit auf den Marktausflug nach Tropea mitkommen möchte. Zum Tagesabschluss folgt ein weiterer Spielabend mit `Phase zehn`. Es ist sehr lustig. Dann heisst es nur noch gute Nacht, schlaft gut und ein weiterer Tag ist zu Ende.

 Nachdem der Freitag, der Hitze wegen, beschaulich am Pool oder Meer begangen wurde, forderte der Samstag beim Marktausflug in Tropea uns alle sehr. Obwohl beizeiten gereist wird, staut sich die Sommerhitze bald unter den Marktständen und das gemütliche Bummeln mit Einkaufen wird bald zu einer schweisstreibenden Angelegenheit. Da kann auch das zusätzliche Mineralwasser nur bedingt Abhilfe schaffen. Welch eine Erleichterung bietet da ein nahegelegenes Café, das mit Gelatis zur Abkühlung verhilft. Hier lässt sich die Zeit, bei weiteren kühlen Getränken, bis zum Rücktransport überbrücken. Nach einer erfrischenden Dusche und einem stärkenden Mittagessen sind beinahe alle wieder fit. Wenn da nicht die Wehmut über die bevorstehende Rückreise wäre. Gegen die Schwermut helfen nebst Mediation, ein geselliges Beisammensein am Wasser sowie ein revanchebietender und fröhlicher Spielabend.

Nun ist er also da, der Sonntag, der Tag der Rückreise. Nach dem Morgenessen werden die Koffer mit vereinten Kräften gepackt und die Zimmer geräumt. Bis zur Abreise am frühen Abend ist noch viel Zeit, die sich je nach Stimmung in Gesellschafft oder auch allein am Lieblingsort verbringen lässt.
Auf dem Transport zum Flughafen ist es still. Trübe Gedanken vermischen sich mit Nervosität vor dem Fliegen und der Vorfreude auf das Zuhause. Nach der Gepäckaufgabe geht alles sehr schnell. Kaum durch den Zoll, erwartet uns das Flugzeug schon zum Boarding. Müde, aber glücklich kommen wir spätabends in der Schönhalde an. Zum Glück können wir morgenfrüh ausschlafen.

 

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