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Ferienbericht aus Beatenberg

Beatenberg sei die Sonnenterrasse über dem Thunersee, sagt die Werbung. Mag sein, aber nicht in unserer Ferienwoche Ende Mai. Da war Beatenberg die Regenterrasse.
Das grossartige Panorama, der Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau blieb die ganze Woche verhangen.

Natürlich gingen wir trotzdem raus, natürlich trotzten wir dem Regen. «Kommt, wir gehen in die berühmten Beatushöhlen. Da spielt das Wetter keine Rolle» Eine gute Idee, nur dummerweise hatten auch viele andere diese Idee. Wir mussten schauen, dass wir im Dunkeln Platz fanden auf den Gehwegen, nicht ausrutschen auf dem feuchten Grund. Die Tropfsteinhöhle ist schon sehr eindrücklich: die unterirdischen Seen, die zerklüfteten Felsen. Ja, man kann sich vorstellen, dass es dem Drachen, der hier mal gelebt haben soll, gut gefallen hat. Er hatte viel Platz, konnte baden und es war schön kühl. Doch dann kam der heilige Beatus und hat den Drachen mit dem Kreuz vertrieben. Der Drache stürzte in den Thunersee und ertrank. Beatus kam aus Irland, war in Sachen Wetter nicht eben verwöhnt und wollte selber in der Höhle leben. Was zeigt das Wappen von Beatenberg? Genau: Beatus, Kreuz und Drache.

Unser Hotel in Beatenberg war sehr gut. Das Essen fein und abwechslungsreich, das Buffet reichhaltig. Das haben wir – gerade bei diesem üblen Wetter – sehr geschätzt. Aber eben: Man will in den Ferien ja auch was erleben. Also machten wir eine Schifffahrt auf dem Brienzersee. Auf dem Wasser zu fahren, war toll. Dass dazu aber auch noch sehr viel Wasser vom Himmel fiel, war des Guten etwas gar viel. Wir spazierten durch Brienz, wir spazierten am nächsten Tag durch Interlaken. Hier waren wir nicht die einzigen Touristen. Auffällig die vielen Menschen aus dem asiatischen Raum. Wir fanden ein schönes Café und liessen es uns bei Kaffee und Kuchen gut gehen. Und wir fragten uns: Was erzählen die Menschen aus Asien wohl zuhause von Beatenberg?
Vermutlich vom Drachen, vom Heiligen und vom Regen.

Das Wappen von Beatenberg. Quelle: Wikipedia

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